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soon currently comes to the end of time
20.12.13 23:29


Ein anderes Wort für Wahnsinn

Die Scherben zertrümmern an der Wand, während meine Gedanken splitter ins Gehirn jagen, die mich aufschlitzen und Spaß daran haben.

Ihr widerliches Gesäusel geht mir nicht aus dem Sinn. Es tropft blutig aus ihren Fratzen, fließt hinab in den Dreck auf dem wir herumtrampeln. Köpfe rollen, ihre Abgründe sind ein tiefes dunkles Rot. Mehr bleibt am Ende nicht übrig. Verwesung und Staub.
Asche in meinem Innern, ich verwese von drinnen hinaus. Aus meinem Mund Pestilenz vergangener Schlachten, Säure in meinen Lungen sickert hinab.

Jetzt tickt die Uhr. Jetzt ist zu spät.

Will ein Messer und alle Gedanken aus ihren Köpfen schneiden, sie zerhacken und neu anordnen. Eine neue Idee formen und in ihre hohlen Schädel stecken. Nicht mehr das gegackere wilder Fantastereien, das Schwärmen fürs Abtrünnige, der Wahnsinn ist kein Kinderspielzeug, kein Held den man vergöttert. Habt ihr das immernoch nicht kapiert?

Jeder Einzelne soll hinter weißen Wänden stecken. Nein, hofft nicht auf die Medikamente, die euch zudröhnen, benebeln könnten, dass ist nur eine geheuchelte Hoffnung der medialen Welt, die es nicht gibt. Nur vier steinerne Tapeten, die euch verzweifelnd macht, denn es gibt kein Entrinnen, ihr seid einzig in eurem Kopf gefangen und bettelt geradezu nach der verheißungsvollen Pille, die euch verspricht stumm zu machen. Die alles auslöscht und einen dunstigen Nebelschleier hinterlässt.
Aber das gibt es nicht. Nur die Stimme im Kopf die euch niederdrückt, die zweifelnd macht, die die letzten Reste der Bedeutung von Hoffnung frisst. Kein lichter Tag.
Habt ihr nun, was ihr euch so gewünscht?

Ewige Nacht. Der Kreisel aus Finsternis und die tausend Stimmen in eurem Nüschel, die an euch reißen und ziehen. Hin und Her. Rauf und Runter.
Die Augen werden schwer, der Kopf nie leer.
Und es gibt kein entrinnen, niemals in dieser Welt des Wahnsinns, die ihr so sehr liebt und keiner von euch kennt.

Blutige Hand drückt Glasfragmente ins eigene Fleisch. Unantastbar transparent leckt am rostroten Fundament. Der Schmerz kann den Schmerz nicht decken. Beuge mich hinab und hebe Scherbe um Scherbe auf. Klirrend fallen Bruchstücke zueinander. Erinnern an Einzelteile eines Ganzen. Vereinigung. Einung. Gesamt. Alles war einst Ein. Jetzt flattert alles wild durcheinander, kennt seinen Anfang nicht mehr, weiß um kein Ende, das Ziel verstrich in hohlem Weiß.
Wende den Blick, meine Augen glasleer. Beiße auf die Lippen, kein Ton. Nimmermehr.

Ich will, dass du genau diesen Irrsinn spürst, den ich kenne und du verehrst. Ja, wenn du soweit bist, weißt du, dass dein Flehen töricht ist, dass all dein Glaube, dich betrogen hat und alles was sie dir erzählten, Lüge ist.

Säuselnde Schwermut stürmt mein Gewicht.

18.12.13 17:52





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